Verbesserung der Lebensqualität
Im Laufe der Studie werden die Forscher testen, ob die App effektiv dazu beiträgt, Haushalte mit dem Abwassersystem zu verbinden und Probleme mit der sanitären Infrastruktur zu melden. „Die Lehren, die wir aus der Entwicklung und Erprobung dieser App ziehen, können die Gesundheit und die Lebensqualität der Bewohner von Salvador verbessern“, sagte Stauber. „Sie haben auch das Potenzial, auf ressourcenlimitierte Gemeinschaften weltweit, einschließlich hier in den Vereinigten Staaten, angewendet zu werden.“
Zusammenarbeit und Forschung
Das Projekt baut auf jahrelanger Zusammenarbeit mit Forschern in Brasilien auf, die die Krankheitsübertragung in dicht besiedelten, informell gebauten städtischen Gebieten untersuchen, die oft über unzureichende Infrastruktur verfügen. Mehr als 10 % der brasilianischen Bevölkerung leben in diesen Gemeinschaften, die oft als Favelas bezeichnet werden. Schlechte sanitäre Einrichtungen können die Bewohner bakteriellen Krankheiten wie Leptospirose und von Mücken übertragenen Krankheiten wie Dengue, Zika und Chikungunya aussetzen.
Die App +Mais-Lugar
Die App, die als +Mais-Lugar („Ort“ auf Portugiesisch) bekannt ist, ermöglicht es den Nutzern, sanitäre Probleme wie offene Abwasserkanäle und beschädigte Infrastruktur mit ihrem Smartphone oder anderen mobilen Geräten zu fotografieren und zu melden. Die Bilder werden mithilfe künstlicher Intelligenz klassifiziert, und das Team wird mit lokalen Wasser- und Sanitärdienstleistern zusammenarbeiten, um die über die App gesammelten Daten in deren Betriebs- und Wartungssysteme zu integrieren.
Kosteneffektive Lösungen für Herausforderungen
„Die weit verbreitete Nutzung von Mobiltelefonen schafft Möglichkeiten für kosteneffektive und skalierbare Lösungen für sanitäre Herausforderungen“, sagte der Co-Hauptforscher Federico Costa, außerordentlicher Professor am Institut für Kollektive Gesundheit der Bundesuniversität von Bahia und Forscher bei Fiocruz. „Durch die Entwicklung von Apps in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Gemeinschaft können wir sicherstellen, dass sie ihren spezifischen Bedürfnissen entsprechen.“
Feedback und Anpassungen
Vorläufiges Feedback von Nutzern hat zur Hinzufügung von Funktionen wie Sprachaufzeichnungsfähigkeiten und WhatsApp-Integration geführt. Nachdem festgestellt wurde, dass traditionelle Meldesysteme die Teilnahme von Personen, die nicht mit dem bestehenden Abwassersystem verbunden sind, verringern könnten, haben die Forscher die Möglichkeit anonyme Meldungen hinzuzufügen.
Schaffung von Teilhabe
„Mobile Gesundheitstechnologien wie diese haben das Potenzial, Menschen, die sonst vielleicht keinen Platz am Tisch hätten, die Möglichkeit zu geben, Entscheidungen über die sanitäre Infrastruktur mitzugestalten“, sagte Stauber.
Die in dieser Pressemitteilung berichtete Forschung wurde vom Fogarty International Center der National Institutes of Health unterstützt unter der Fördernummer 4R33TW012610-03. Der Inhalt liegt ausschließlich in der Verantwortung der Autoren und spiegelt nicht unbedingt die offiziellen Ansichten der National Institutes of Health wider.